Automatisierte Erstmusterprüfung (AS9102)
Ihre PMI ist bereits die Merkmalsliste. Hören Sie auf, sie in Formblatt 3 abzutippen.
Jeder Luftfahrtzulieferer kennt das Ritual. Ein Erstmuster steht an — neues Teil, Konstruktionsänderung, Prozessänderung oder schlicht zwei Jahre seit der letzten Serienfertigung — und jemand setzt sich mit der Zeichnung hin und tut, was AS9102 verlangt: jedes einzelne Merkmal mit einem Ballon nummerieren, jede Anforderung in die Merkmalsliste in Formblatt 3 übertragen und alles davon nachweisen, Messung für Messung. Ein Teil mit 120 Merkmalen bedeutet 120 von Hand gesetzte Ballons und 120 von Hand getippte Zeilen. Stunden bis Tage pro Bericht — und bei der nächsten Revision beginnt das Ritual von vorn.
Das Absurde daran: Wer modellbasiert in Siemens NX arbeitet, hat diese Merkmale längst als strukturierte Daten. Semantische PMI trägt das Maß, die Toleranz, den Bezugsverweis, die zugeordnete Geometrie — alles, wonach Formblatt 3 fragt. Es von Hand zu übertragen heißt, Daten aus einem strukturierten System in ein anderes zu kopieren, über einen Menschen als Zwischenstation.
Genau dieses Kopieren automatisieren wir: Merkmale aus NX-PMI extrahiert (oder aus 2D-Zeichnungen, wo es die gibt), Ballons automatisch gesetzt, Formblätter 1–3 vorbefüllt — und bei der nächsten Revision ein Delta-Bericht, der Ihnen sagt, welche sieben der 120 Merkmale sich tatsächlich geändert haben. Ihr Qualitätsteam misst und gibt frei — der Papierkram setzt sich selbst zusammen.
// Erstmusterprüfung in Zahlen
Der am strengsten regulierte Copy-Paste-Job der Fertigung
Die Erstmusterprüfung existiert aus gutem Grund: Bevor ein Teil in die Serie geht, muss jemand belegen, dass der Prozess genau das produziert, was die Konstruktion definiert — jedes Merkmal, nachgewiesen. Über den Zweck streitet niemand. Das Problem ist die Mechanik, die darum herum gewachsen ist.
Das Ballonieren ist manuell: Ein Qualitätsingenieur oder Konstrukteur nummeriert jedes Merkmal auf der Zeichnung, eines nach dem anderen — und jedes übersehene Merkmal ist ein Auditbefund in Wartestellung. Die Übertragung ist manuell: Jede Anforderung, jeder Nennwert, jede Toleranz und jede Prüfmethode wird in die Merkmalsliste in Formblatt 3 getippt. Und Revisionen sind brutal: Ändert sich die Zeichnung, ballonieren und übertragen die meisten Zulieferer das ganze Teil neu — denn genau herauszufinden, welche Merkmale sich geändert haben, ist selbst wieder ein manueller Vergleich.
Multiplizieren Sie das mit der Realität — AS9102 wird ausgelöst durch neue Teile, Konstruktionsänderungen, Prozess- oder Lieferantenwechsel, Werkzeugänderungen und Fertigungspausen über zwei Jahre — und FAI-Papierkram wird still und leise zur Dauersteuer auf Ihre Qualitäts- und Engineering-Kapazität. Es ist Zeit qualifizierter Leute, die für Datentransport zwischen zwei strukturierten Systemen draufgeht, mit einer menschlichen Tastatur als Schnittstelle.
Rein — NX-Modell mit semantischer PMI, automatisch balloniert
Raus — AS9102 Formblatt 3, vorbefüllt
Die Ergebnisspalte bleibt bewusst leer — Messen und Freigeben bleibt Aufgabe Ihres Qualitätsteams.
Vom Modell zum Bericht: So arbeitet die Automatisierung
Die Pipeline folgt dem Weg, den ein FAI bei einem Zulieferer tatsächlich nimmt — und sie funktioniert aus beiden Welten: semantische PMI in NX, wo Sie bereits modellbasiert arbeiten, und KI-Extraktion aus 2D-Zeichnungen, wo das Programm genau die liefert.
Merkmale aus PMI oder Zeichnung
- Semantische PMI über NXOpen gelesen
- 2D-Zeichnungen per KI-Extraktion
- Maße, GD&T, Hinweise, Spezifikationen
- Nichts paraphrasiert — Quelle verknüpft
Automatisch nummeriert, nichts übersehen
- Ballons nach Ihrer Konvention gesetzt
- Ballonierte Ansichten/PDF erzeugt
- Vollständigkeitsprüfung: 100 % Nachweis
- Manuelle Korrekturen jederzeit möglich
Formblätter 1–3, zusammengesetzt
- Merkmalsliste in Formblatt 3 generiert
- Formblätter 1–2 aus Teamcenter-/ERP-Daten
- Export nach Net-Inspect, 1factory, Excel
- Ihre Vorlage, Ihre Nummerierung
Revisionen verglichen, nicht neu gemacht
- Alte vs. neue Revision verglichen
- Geänderte Merkmale markiert
- Teil-FAI in Minuten abgegrenzt
- Auditfähiger Änderungsnachweis
Wann rechnet sich FAI-Automatisierung?
Die Rechnung ist einfach: Der Aufwand skaliert mit FAI-Volumen und Merkmalszahl. Sie sind ein Kandidat, wenn das meiste hiervon zutrifft:
- Sie erstellen Dutzende bis Hunderte AS9102-Berichte pro Jahr — für neue Teile, Konstruktions- und Prozessänderungen.
- Ballonieren und Formblatt-3-Übertragung kosten 4–8 Stunden pro Teil, geleistet von Leuten, die Sie woanders brauchen.
- Revisionsänderungen lösen komplette Neubearbeitung aus, weil niemand schnell sagen kann, was sich geändert hat.
- Sie erstellen bereits semantische PMI in NX — oder wollen es (die MBD-Seite ist das natürliche Begleitangebot).
- Ihre Kunden schreiben Net-Inspect, 1factory oder eigene FAI-Portale vor — und Sie tippen heute Daten dort hinein.
- FAI-Rückstände verzögern Produktionsstarts — der Papierkram bestimmt den Termin, nicht die Teile.
Worauf die Automatisierung aufbaut
Native NX- und Teamcenter-Schnittstellen auf der Eingangsseite — die FAI-Systeme Ihrer Kunden auf der Ausgangsseite.
Vorher und nachher: dasselbe Erstmuster, zweimal
Ein Zerspanungsteil, 120 Merkmale, Konstruktionsänderung bei Revision D — Teil-FAI erforderlich. So sieht der Papierkram auf beiden Seiten der Veränderung aus:
Vorher — ballonieren & tippen
- 120 Ballons von Hand gesetzt — 2–3 h
- 120 Zeilen in Formblatt 3 übertragen — 2–4 h
- Manueller Vergleich Rev. C gegen Rev. D — oder sicherheitshalber alles neu
- Übertragungsfehler: Ein übersehener Ballon wird zum Auditbefund
- Der Produktionsstart wartet auf Papier, nicht auf Teile
Nachher — extrahieren & prüfen
- Merkmale aus PMI extrahiert, Ballons gesetzt — Minuten
- Formblatt 3 vorbefüllt, in Ihr FAI-System exportiert — Minuten
- Revisions-Delta: 7 geänderte Merkmale markiert — Teil-FAI sofort abgegrenzt
- Vollständigkeit maschinell geprüft — 100 % Nachweis, jedes Mal
- Qualitätsingenieure messen und beurteilen — statt zu tippen
Warum inteliScience
Die FAI-Werkzeuge, die Ihre Kunden vorschreiben — Net-Inspect, 1factory und ihresgleichen — sind gut in dem, was sie tun: Berichte, Freigaben und Lieferanten-Workflows verwalten. Was sie nicht tun, ist in Ihr CAD-System hineinzugreifen. Die Lücke liegt zwischen NX und diesen Werkzeugen: Irgendjemand muss 120 Merkmale aus dem Modell oder der Zeichnung in den Bericht bekommen, korrekt, jedes Mal. In dieser Lücke verschwinden Ihre Stunden — und genau dort arbeiten wir.
Wir bauen täglich auf der NXOpen-PMI-API und auf Teamcenter-Schnittstellen; Merkmalsextraktion, automatisches Ballonieren und Formularerzeugung sind Engineering auf unterstützten Erweiterungspunkten, keine Magie. Wo das Programm noch auf 2D-Zeichnungen läuft, liest dieselbe KI-Extraktion, die unsere Drawing-Mining-Angebote antreibt, die Merkmale vom Blatt. Und die Ausgabe landet dort, wo Ihr Prozess sie braucht — in Kunden-FAI-Portalen, Excel-Vorlagen, Ihrem QM-System.
Die ehrliche Grenze wie immer: Die Automatisierung bereitet vor, Ihre Leute entscheiden. Messen, Konformität beurteilen und den Bericht freigeben bleibt bei Ihrem Qualitätsteam — es hört nur auf, vorher Schreibkraft zu sein. Und wenn Sie ohnehin Richtung MBD gehen, verstärken sich beide Angebote: Heute regelbasiert erstellte PMI ist morgen ein Formblatt 3, das sich selbst schreibt.
Festpreis — keine Tagessätze, keine Überraschungen
FAI-Automatisierungs-Pilot
- Merkmalsextraktion für eine Teilefamilie — aus NX-PMI und/oder 2D-Zeichnungen
- Automatisches Ballonieren nach Ihrer Konvention + Erzeugung der Formblätter 1–3 in Ihrer Vorlage
- Revisions-Delta-Vergleich, an echten Änderungsfällen demonstriert
- Export in Ihr FAI-System (Net-Inspect, 1factory, Excel/QM-System)
- Gemessen an 10 echten Teilen: Zeit und Vollständigkeit, Ihre Zahlen — plus Rollout-Blueprint
8–10 Wochen · auf Ihrer NX-/Teamcenter-Installation gebaut · Werkzeuge und Ergebnisse gehören Ihnen, wie auch immer Sie sich danach entscheiden.
Zum Vergleich
Die Kosten handgemachter FAI
- 200 Berichte × 6 Std. Ballonieren & Übertragen — 1.200 Ingenieurstunden
- Produktionsstarts, verzögert durch Papierkram-Rückstände
- Und das nicht eingepreiste Risiko: ein übersehenes Merkmal, gefunden vom Auditor des Kunden
Häufige Fragen
Wir arbeiten in den meisten Programmen noch mit 2D-Zeichnungen. Hilft das nur MBD-Anwendern?
Wer verantwortet den Bericht — die Software oder wir?
Unsere Kunden schreiben Net-Inspect / 1factory vor. Ersetzt das diese Systeme?
Wie zuverlässig ist die Extraktion aus 2D-Zeichnungen?
Wie funktioniert das Revisions-Delta?
Kann das auch an unsere CMM- / Messsysteme andocken?
Ihre Qualitätsingenieure haben nicht Ingenieurwesen studiert, um Ballons zu setzen. Geben Sie ihnen ihre Stunden zurück.
Schicken Sie uns ein Teil — Modell oder Zeichnung — und wir zeigen Ihnen die extrahierte Merkmalsliste und das vorbefüllte Formblatt 3, erzeugt aus Ihren eigenen Daten.
Mit einem FAI-Automatisierungs-Ingenieur sprechenin Kontakt tretenWir sind jederzeit für Sie da und beantworten gerne Ihre Fragen.
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